VfL Waiblingen - Gesamtverein

15.01.2012 Neujahrsempfang
Volles Haus und gute Laune.

Kinder und Väter, Senioren und Tänzer bei der Show (Foto VfL 15.1.T)

Kinder und Väter, Senioren und Tänzer bei der Show (Foto VfL 15.1.T)

Die zweite Jubiläumsfeier ist vorbei. Auch hier gabe es viele zufriedene Gesichter zu sehen.

(ths) Zum 29. Neujahrsempfang gab es beim VfL Waiblingen im Jubiläumsjahr ein paar Änderungen für diese Veranstaltung. Die Vereinsmitglieder über 60 Jahre werden jedes Jahr zu diesem Empfang geladen und saßen bisher bei der Veranstaltung an Tischen. In diesem Jahr war Bewegung angesagt. Nach einem Sektempfang in der alten Turnhalle wurden die Gäste in die neue Turnhalle gebeten, wo sie in einer sogenannten Kinobestuhlung in Reihen sitzend den Darbietungen des Tages folgen konnten. Extra für diesen Anlass wurden die original Fahnen des VfL Waiblingen aus den Jahren 1863, 1905 und 1906 aus der Schatzkammer geholt und aufgehängt. So gaben diese „Zeitzeugen“ der Jubiläumsveranstaltung den festlichen Rahmen.

Nachdem unser 1. Vorsitzender Werner Reichl die Anwesenden begrüßt hatte, zeigte der VfL Nachwuchs, was er im Vater-Kind Turnen so alles gelernt hat. Insgesamt kamen 36 Kinder mit ihren Turnpartnern zu dieser Vorführung. Der stürmische Applaus hat die Nachwuchsturner mächtig beeindruckt. „Die haben ja alle geklatscht“, war danach der Kommentar eines Jungen. Abschließend zeigte die Tanzsportabteilung bei einer Disco-Fox - und Jive - Formation, die sie extra für diesen Tag einstudiert hatte, ihr Können.

Zentraler Punkt des Tages war die Rede von Werner Reichl.
Er skizzierte zu Beginn die Geschichte des Vereins anhand einiger Jahreszahlen und stellte fest, dass unser VfL Waiblingen heute einer der erfolgreichsten Mehrspartenvereine im Rems-Murr-Kreis ist. Stolz sind wir auch auf unsere Pionierarbeit in Sachen Umweltschutz. Als einer der ersten Vereine in der Region wurde auf dem Dach unseres Clubheimes eine Photovoltaik- und Solaranlage aufgebaut.

Reichl ging weiterhin auf die Positionierung des Vereines heute und in der Zukunft ein. Die Ansprüche würden steigen, der Sport sei individueller geworden. Deswegen biete der Verein heute schon die immer mehr geforderten Bewegungsangebote für Kindergartenkinder, Schüler, Senioren oder Jedermann Sportler parallel zum Leistungs- und Wettkampfbetrieb an.

„Diese ständig wachsenden Zahl an Angeboten benötigt Platz. Außerdem sind gut ausgebildete Sportlehrer, Übungsleiter, Trainer notwendig, doch wer denkt dabei an die Kosten“ , fragt der VfL Vorsitzende.

Er stellt fest, dass die gesellschaftlichen und sozialen Aufgaben und Angebote, verstärkt durch Ehrenamtliche bewältigt werden sollen, während gleichzeitig die Vereine immer mehr durch bürokratische, oft unverständliche Forderungen der Gesetzgeber und zusätzlicher Arbeit mit den Finanz-, Sozial- und Arbeitsbehörden belastet werden. Die Konsequenz ist, dass die Anforderungen, die an einen Verein unter gleichzeitiger Kürzung von finanziellen Mitteln gestellt werden, heute von ehrenamtlichen Vorständen und Mitarbeitern nicht mehr bewältigt werden können.

Wir sind froh, dass wir vor 2 Jahren eine seit Jahrzehnten geplante Idee umsetzen konnten und mit Jochen Griesmeier einen kompetenten und auch menschlich dazupassenden Geschäftsführer eingestellt haben, der mit diesen Aufgaben mehr als ausgelastet ist.

Was Reichl nachdenklich stimmt, ist dass die Bereitschaft für das Gemeinsame einzutreten und an seiner Erhaltung mitzuarbeiten verloren geht. Es sei heute kaum noch möglich Mitglieder aufzuspüren, die sich für die Übernahme einer Tätigkeit zur Verfügung stellen. Er hofft, dass das Jubiläum ein Anlass ist, auch interne Beziehungen und Kontakte in unserem Verein neu zu beleben.
Für ein Zeichen des Aufbruchs, der auch schon bei den anderen runden Jubiläen stattfand, sollen die Neugestaltungen des VfL-Logos, VfL-Internetauftrittes und der VfL-Post stehen. Vor allem die Internetseiten mit zusammen über 2 Millionen „Klicks“ im Jahr 2011 zeigen, wie groß das Interesse am VfL Waiblingen ist.

Die bessere wirtschaftliche Situation der Stadt führt zu einer neuen Diskussion über eine Großsporthalle, an der sich auch der VfL Waiblingen intensiv beteiligt.
„Wir wollen nicht unbedingt eine reine Sporthalle, sondern setzen auf eine Multifunktionshalle, in der Sport vorrangig betrieben, aber auch an die Belange der Stadt und der Bürger gedacht wird. Dabei sind wir bei der Standortfrage flexibel. Wir teilen aber die Meinung des OB Herrn Hesky, dass die Halle idealerweise im Sportpark an der Rems – d.h. in der Talaue stehen sollte. Wichtig ist für uns, dass wir mehr Platz für unsere Angebote bekommen und auch den Leistungssport weiter ausbauen können“. Gab Werner Reichl als Standpunkt des VfL bekannt.

Ein Dorn im Auge ist Reichl das Sportprogramm der Familienbildungsstätte und der Volkshochschule für das von der Stadt Hallenkapazitäten gestellt werden und Zuschüsse von der Stadt fliesen. Sport ist die Aufgabe von den dafür qualifizierten Sportvereinen, die ihr Handwerk von der Picke auf gelernt haben, ist sein Kredo.
Als Beweis für Fachkenntnisse nennt Reichl in diesem Bereich die Welt-, Europameister und Olympiateilnehmer in unserem Verein, wo die Schwimmerin Katharina Schiller oder die Triathletinnen Svenja Bazlen und Ricarda Lisk sich noch für die Olympischen Spiele in London qualifizieren können.

Stolz ist der VfL Waiblingen auf seine Teilnehmerzahlen bei den auch im Umland beliebten Angeboten. Das Sportabzeichen wurde im letzten Jahr von 447 Teilnehmern ( der höchsten Zahl im Rems-Murr Kreis) abgelegt. Auch die SpoWo hatte mit 1058 Teilnehmer einen neuen Rekord zu vermelden.

Zum Schluss wünschte sich Reichl, dass sich unsere Politiker, egal auf welcher Ebene, bei allen die Sportvereine betreffenden Entscheidungen nicht nur von parteipolitischen Erwägungen leiten lassen, sondern etwas mehr Augenmaß und Menschenverstand benutzen.

Im Anschluss nahmen die Seniorinnen und Senioren des Vereins in einem Sketch noch ein paar Gerüchte auf den Arm. Sie fragten nach jedem Thema: „Wois mr’s? Will mr’s wissa? Derf mr’s wissa? Ka mr’s wissa? Muas mr’s wissa.“ Nur einer beklagte sich: „I dät’s jo wissa, abr mi frogt jo koiner.“ „Das ist wie im wirklichen Leben“, kommentierte der Moderator Thomas Strohm diese Darbietung. Auch für ihre zweiten Darbietung hatten sich die Mitglieder der Tanzsportabteilung lange im Training gut vorbereitet. Ihre mit der speziell zur Musik passenden Kleidung gezeigten Walzer und Pasodoble waren ein schöner Ausklang der Darbietungen und wurden auch mit viel Applaus honoriert.

Die anschießende Uraufgeführung des Filmes „ VfL Waiblingen Geschichten in bewegten Bildern“ erhielt in Anwesenheit der Macher Leo Hippold (Filmclub Waiblingen) , Susanne Brugger-Neudert und Thomas Strohm (beide VfL Waiblingen) viel Anerkennung. Die DVD mit dem Film kann auf der Geschäftstelle des VfL Waiblingen erworben werden.

Viel Lob für diese Veranstaltung gab es beim anschließenden Büfett in Vereins Restaurant.


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